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Industrie 4.0 und die Angst vor dem Hacker

Mit der Digitalisierung der Industrie ergeben sich Chancen, aber auch Risiken. Dies untersucht der Cyber Security Report 2018 aus dem Hause Deloitte.

Die Industrie wird derzeit überall digitalisiert. Davon verspricht man sich eine effizientere Herstellung, transparente Einsichten und eine Erhöhung der Gewinne – auch durch den Wegfall von Arbeitsstellen. Die Automatisierung aufgrund von Big Data hat bereits erste Erfolge zu verbuchen und scheint für die Wirtschaft durchaus interessant zu sein. Doch es gibt auch eine Schattenseite dieser Entwicklung und diese ist die Angst vor dem Hacker.

Dem Deloitte Cyber Security Report 2018 nach, der in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach entstand, fragte Menschen aus der Politik und der Wirtschaft nach ihren Einsichten. Im Ergebnis gaben 25 Prozent an, dass sie große Datenmengen für die ihren Wirtschaftszweig nutzen würden. 13 Prozent sind gerade dabei und 15 Prozent haben das in Planung.

Nur neun Prozent bedienen sich dabei einer künstlichen Intelligenz. Acht Prozent richten das gerade ein und 21 Prozent planen den Einsatz in spe. Für 62 Prozent steht diese Option derzeit nicht im Raum.

Aber in puncto Vernetzung ist man auf der Höhe der Zeit. Denn 45 Prozent der befragten Unternehmen haben dies bereits umgesetzt. Acht Prozent entwickeln derzeit derartige Lösungen und neun Prozent sehen das als eine Aufgabe an, die noch angegangen werden muss.

61 Prozent der befragten Fachleute aus der Wirtschaft gaben an, dass Industrie 4.0 das Zukunftsthema schlechthin ist. Innerhalb der Politik sehen das sogar 82 Prozent so. Auch auf das eigene Unternehmen bezogen, gaben 56 Prozent an, dass dies von enormer Bedeutung sei. Allerdings haben sich nur 38 Prozent damit beschäftigt.

Die Anforderungen sind klar: Echtzeitkommunikation, Vernetzung über die Maschinen hinweg und die effizientere Gestaltung der Wertschöpfungsketten. Doch man fürchtet auch Schwachstellen, die von kriminellen Elementen ausgenutzt werden könnten. Malware stellt dabei das größte Risiko dar, so die Einschätzung von 77 Prozent der Befragten. Das ist bezogen auf die Umfrage von 2013 eine Steigerung um 20 Prozent.

Den größten Zuwachs erhielten mit 75 Prozent allerdings die sogenannten Fake News. Noch 2017 lag der Wert bei 67 Prozent. 65 Prozent fürchten Missbrauch persönlicher Daten und 68 Prozent Manipulation.

Innerhalb der Wirtschaft gaben 83 Prozent und innerhalb der Politik gaben 75 Prozent an, dass Hackingangriffe unterschätzt werden. Dabei ist es längst zu einer alltäglichen Herausforderung geworden: 46 Prozent haben es täglich oder wöchentlich mit Hackingangriffen zu tun. Fast alle (93 Prozent) großen und mittelgroßen Unternehmen mussten damit bereits ihre Erfahrungen machen.

Erschwerend hinzukommt, dass die Forschenden ein hohes Nachholpotenzial im Wissen der Verantwortlichen in diesem Bereich sehen. 56 Prozent sehen bei der Frage der Cybersicherheit den Staat in der Verpflichtung, doch 68 Prozent der politischen Akteure und 70 Prozent der Wirtschaftsvertreter sehen die nötigen Kompetenzen als kaum vorhanden an.

Mehr dazu finden Sie hier: https://www2.deloitte.com/de/de/pages/risk/articles/cyber-security-report.html

Über den Autor:

David Fluhr ist selbstständiger IT-Journalist und betreibt u.a. das Portal autonomes-fahren.de. Er schreibt hier über Neuigkeiten aus der Welt des IoTs, der Industrie 4.0, der Robotik und des Machine Learnings.

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